Stadtteilmanagement aktuell

am 27.08.2009, 18:00 Uhr

Viele europäische Großstädte sind gekennzeichnet durch ihre polyzentrische Struktur: neben einem Stadtkern, der City, gibt es auch Stadtteile, die über ein gewachsenes Zentrum verfügen. Diese Stadtteilzentren bilden für die ansässigen Bürger ein wohnungsnahes Angebot an Einzelhandel und Gewerbe zur Grund- und Nahversorgung. Während sich die durch den Strukturwandel bedingte Schwächung des Einzelhandels in den Innenstädten stabilisieren konnte, ist die Situation in manchen Stuttgarter Bezirken bedenklich.

 

Hintergrund des Strukturwandels sind die in den letzten Jahren entstandenen Verschiebungen der Kaufgewohnheiten und Veränderungen des Käuferverhaltens. Durch die Steigerung der Flexibilität der Käufer und der einhergehenden Verlagerung der Einkaufsstandorte kam es zu einer zunehmenden wirtschaftlichen Schwächung der gewachsenen Stadtteilzentren. Hier lassen sich zwei Trends erkennen: einerseits die Verlagerung der Kaufprioritäten auf die grüne Wiese oder ins Umland mit großflächigen Einzelhandelsbauten und andererseits die Entwicklung zum Erlebniseinkauf in den Innenstädten, die einen enorm hohen Filialisierungsgrad aufweisen. Neue Vertriebsformen und die Marktmacht großer preisaggressiver Betriebsformen setzen nicht nur den Einzelhandel sondern auch das Handwerk zunehmend unter Druck. Die örtliche Kaufkraft wandert in die City und ins Umland. In den Stadtteilzentren sind es meistens die größeren Unternehmen, die noch wirtschaftlich arbeiten können und Umsätze generieren. Kleinere und mittelständische Unternehmen sind zunehmend in ihrer Existenz bedroht.

Eingeladen ist hierzu Deutschlands erster Stadtteilmanager Thorsten von Appen.

 

Er berichtet aus seinen Projekten und Maßnahmen in Stuttgart

Ort: Forsthaus Heiligenberg

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